Diese Endphase des Schlangenjahres war in ihrer Intensität kaum zu überbieten. Sie hat uns noch einmal unmissverständlich gezeigt, wo wir festhalten, wo wir uns absichern wollen und wo Angst begonnen hat, innere Räume zu dominieren. Gleichzeitig hat sich jedoch bereits die Eclipse Season aufgebaut, wie ein leiser, aber stetiger Sog in Richtung Veränderung.
Und nun tritt dieser Neumond hinzu.
Nicht als gewöhnlicher Neumond im Wassermann.
Nicht nur als Auftakt der Eclipse Season. Sondern eingebettet in ein viel größeres Gefüge. Mit dem chinesischen Neujahr beginnt ein neues energetisches Jahr: das Jahr des Feuerpferdes. Der Übergang vom Schlangenjahr in dieses neue Zyklusjahr ist außergewöhnlich kraftvoll. Energetisch ist ein deutlicher Shift spürbar, ein Wechsel der inneren Gangart, ein Herauslösen aus Verdichtung hin zu Bewegung und innerem Aufbruch.
Ring of Fire: Sonnenfinsternis im Wassermann
Die ringförmige Sonnenfinsternis markiert dabei einen Startmoment von ungewöhnlicher Tragweite. Was sich hier neu formt, ist nicht kurzfristig gedacht. Es ist ein Saatmoment, dessen Wirkung sich über Jahre entfalten wird. Ein Impuls, der nicht nur anstößt, sondern langfristig die Richtung bestimmt. Die Qualität dieses Neumondes ist deshalb so intensiv, weil hier mehrere Ebenen ineinandergreifen: Abschluss und Beginn.
Loslassen und Neuausrichtung.
Innere Klärung und visionäre Öffnung.
Außerdem steht Saturn im Widder, der diesem Moment zusätzlich Gewicht verleiht. Es ist jetzt Schluss damit, die Verantwortung für den eigenen Weg zu vertagen. Jetzt heißt es, mutig sein, und zwar so mutig wie noch nie zuvor in deinem Leben.
Der Wassermann-Neumond öffnet den geistigen Raum, in dem Zukunft neu gedacht wird. Nicht als abstrakte Idee, sondern als konkrete innere Haltung und als Entscheidung für eine Richtung, die jetzt Gestalt annimmt.
Was sich in diesen Tagen zeigt, ist mehr als ein Übergang. Es ist ein kraftvoller Neubeginn mit Tiefe, Ernsthaftigkeit und visionärer Weite. Die Zukunft wird gerade entworfen. Und dieser Moment trägt einen Wumms in sich, der kaum zu übersehen ist.
Mitten in einer Zwitter-Eclipse-Season
Das Besondere an dieser Eclipse Season liegt in ihrer Übergangsqualität. Wir befinden uns in einer sogenannten Zwitter-Eclipse-Season, einer Phase, in der sich zwei Achsen überlagern. Normalerweise entfalten sich Finsternisse innerhalb einer klaren Polarität, ein Neumond und ein Vollmond auf derselben Zeichenachse, wie etwa Wassermann und Löwe. Doch diesmal verschiebt sich das Feld.
So erleben wir eine Sonnenfinsternis im Wassermann und eine Vollmondfinsternis in der Jungfrau. Diese beiden Moon Events bilden gemeinsam die Eclipse Season und eröffnen einen außergewöhnlichen Erfahrungsraum. Einerseits ist da bereits das vorsichtige Hineintasten in die Themen der kommenden Wassermann-Löwe-Achse, Fragen nach Zukunft, Zugehörigkeit, Selbstverortung und kollektiver Ausrichtung. Gleichzeitig vollzieht sich ein Abschluss der Fische-Jungfrau-Achse, jener langen inneren Arbeit rund um Heilung, Anpassung, Dienst, Kontrolle und Selbstaufopferung.
Gerade die Sonnenfinsternis im Wassermann trägt eine starke Einladung in sich. Sie fordert dazu auf, innerlich Abstand zu gewinnen und den Blick zu weiten. Nicht im Sinne einer Flucht nach oben, sondern als bewusste Perspektivverschiebung. Wo wollen wir wirklich hin in den kommenden Jahren. Welche Zukunft entwerfen wir gerade, vielleicht noch unfertig, dafür aber aus innerer Kohärenz heraus. Und vor allem mit wem. Diese Frage ist zentral in dieser Phase. Mit welchen Menschen gehen wir in diese Zukunft, die wir innerlich bereits zu bauen beginnen. Wer gehört noch dazu? Wer nicht mehr… Und sind wir bereit, Menschen loszulassen, wenn wir spüren, dass sie nicht länger mit der Vision resonieren, die sich in uns formt? Ebenso klar zeigt sich, wo wir investieren wollen, emotional, energetisch und vertrauensvoll.
Dieser Neumond ist kein sanfter Auftakt. Er ist ruckelig, unruhig und durchzogen von plötzlichen Wendungen. Es kann zu überraschenden Brüchen kommen, zu Entwicklungen, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen. Uranische Energie mischt sich kraftvoll ein und verstärkt das Gefühl von Instabilität und Beschleunigung. Etwas intensiviert sich schlagartig, anderes wird regelrecht weggesprengt. Nicht aus Willkür, sondern weil es lange genug mitgeschleift und zu einer Belastung wurde.
In der Endphase des Schlangenjahres wirkt dieser Moment wie ein letzter Showdown. Was nicht mehr zu uns gehört, löst sich jetzt. Auch dann, wenn wir glaubten, längst fertig zu sein mit dem Loslassen. Vielleicht hatten wir das Gefühl, bereits viel integriert, verarbeitet und geheilt zu haben. Und doch zeigt sich nun die finale Häutung. Oft dort, wo wir uns innerlich in Sicherheit gewogen haben. Dort, wo wir dachten, das Thema sei abgeschlossen.
Mit dieser letzten Häutung geht eine enorme Wucht des Neuen einher. Es geht nicht nur darum, Altes abzustreifen, sondern das Neue auch wirklich zuzulassen. Zu erkennen, wo wir uns innerlich noch verschließen, wo Vorsicht, Zweifel oder alte Schutzmechanismen verhindern, dass wir den nächsten Schritt gehen. Diese Dynamiken können sich jetzt abrupt lösen, manchmal radikal, manchmal schmerzhaft ehrlich.
Hier schonmal eine kleine Preview auf die Vollmondfinsternis am 3. März im Zeichen Jungfrau: Sie bringt schließlich noch einmal jene Unsicherheiten an die Oberfläche, die sich besonders hartnäckig halten. Tief verankerte Ängste, mentale Kontrollbedürfnisse und innere Stimmen, die mahnen, warnen und zurückhalten wollen. Auch hier liegt die Einladung nicht im Wegdrücken, sondern im Erkennen. Wo machen wir es uns selbst schwer? Wo verkomplizieren wir unseren Weg durch eine Flut an Gedanken, durch übermäßige Vorsicht und durch das Festhalten an alten Sicherheiten?
Diese Eclipse Season fordert Klarheit. Sie fordert Wahrhaftigkeit. Und sie fordert den Mut, sowohl das Alte endgültig gehen zu lassen als auch das Neue nicht länger auf Abstand zu halten.
Venus-Nordknoten-Konjunktion in den Fischen: Seelische Verbindungen für die Zukunft
Wenn wir den Blick nun auf die Konjunktion von Venus und den Nordknoten in den Fischen richten, wird die außergewöhnliche Qualität dieses Neumondes noch deutlicher. Dass diese Konjunktion exakt am Neumondtag wirksam ist, verleiht ihr ein besonderes Gewicht. Die Fische stehen für das universelle Prinzip der Verbindung. Für eine Liebe, die nicht aus dem Mangel entsteht und nicht an egoistische Muster gebunden ist, sondern aus einem inneren Wissen heraus wächst. Hier geht es nicht um Projektionen, Besitz oder Kontrolle, sondern um Resonanz, Mitgefühl und eine Verbundenheit, die größer ist als das Ich.
Trifft Venus, das Prinzip von Beziehung, Wert und Anziehung, in den Fischen auf den Nordknoten, dann öffnet sich ein neues Potenzialfeld in all diesen Themen. Der Nordknoten zeigt uns nicht, was vertraut ist, sondern wohin die Seele wachsen möchte. Diese Konjunktion führt uns an eine neue Qualität von Beziehung heran. An Verbindungen, die weniger erklärbar, aber dafür umso spürbarer sind. Es ist eine Einladung, in Menschen zu investieren, bei denen wir fühlen, dass das Herz den Ton angibt. Eine Verbindung, die nicht über alte Muster definiert wird, sondern über innere Stimmigkeit.
Gerade weil diese Qualität so weit und so wenig greifbar ist, kann sie zunächst überwältigend wirken. Für viele fühlt sich das ungewohnt an, vielleicht sogar beängstigend groß. Und doch sind es genau diese Begegnungen, die nun ins Feld gezogen werden. Auch dann, wenn wir sie noch nicht benennen können. Auch dann, wenn der Verstand hinterherhinkt. Der Nordknoten erinnert uns daran, dass es hier nicht um Wunschbilder geht, nicht darum, wie wir uns Zukunft vorstellen, sondern darum, was unsere Seele in Wahrheit sucht.
In dieser Phase können sich Verbindungen plötzlich intensivieren und zwar durch eine klare innere Bewegung. Wir spüren, wer mit der Energie unserer Zukunft resoniert und wo sich etwas richtig anfühlt, ohne dass wir erklären können, warum. Menschen treten in unser Leben oder rücken näher, weil sie für unseren Seelenweg von Bedeutung sind.
Dass all dies in den Geburtsmoment des Neumondes eingebettet ist, verstärkt die Tragweite dieses Augenblicks. Selbst wenn die Zeit der Eklipsen ziemlich viel Unruhe mit sich bringt, selbst wenn es ruckelt und sich noch nicht alles stabil anfühlt, ist dieser Moment ein großer Neustart. Ein inneres Ja zu einer neuen Form von Verbindung. Zu einer Liebe, die nicht aus alten Narben heraus agiert, sondern bereit ist, sich dem Potenzial hinzugeben, das jetzt sichtbar wird.
Neptun-Saturn-Konjunktion im Widder: Das erleben wir nur einmal in unserem Leben
Und nun lass uns den Blick auf das wohl außergewöhnlichste kosmische Ereignis des gesamten Jahres richten: Die Konjunktion von Neptun und Saturn im Widder. Exakt auf dem ersten Grad dieses Zeichens. Eine solche Begegnung hat es zuletzt zu Beginn des 18. Jahrhunderts gegeben. Dass sie nun sogar noch auf dem ersten Grad des Widders stattfindet, ist einfach unglaublich. Denn der erste Grad des ersten Zeichens des Tierkreises ist der größte, weitreichendste Geburtsmoment, den der Tierkreis zu bieten hat. Wir alle erleben diese Konjunktion nur ein einziges Mal in unserem Leben. Für ein einzelnes Menschenleben ist dies eine Erfahrung von seltener Tragweite.
Doch entscheidend ist nicht die Seltenheit an sich. Entscheidend ist das Potenzial, das in diesem Moment liegt. Diese Konjunktion steht nicht isoliert. Sie ist eingebettet in eine Vielzahl astrologischer Impulse, die aus unterschiedlichen Richtungen auf dasselbe hinauslaufen: Wir erleben gerade nicht nur den Startmoment eines neuen Zyklus für ein paar Wochen oder Monate. Wir betreten einen Entwicklungsraum, der die kommenden 36 Jahre prägen wird und darüber hinaus eine tiefe Spur in unserem Leben hinterlässt. Es ist ein Moment des radikalen Neubeginns.
Dieser Neubeginn vollzieht sich jedoch nicht primär im Außen. Es geht nicht darum, dass sich an einem bestimmten Datum plötzlich neue Türen öffnen oder sich das Leben sichtbar neu sortiert. Es geht um eine innere Verschiebung von fundamentaler Qualität. Etwas in uns ordnet sich neu. Eine innere Neugeburt. Wir werden jetzt zu unserem Zukunfts-Ich. Dem Ich, das imstande ist, die Zukunft zu erschaffen und zu halten, die es sich immer gewünscht hat. Wir werden zu der Person, die ein anderes Leben führen kann, nicht weil sich äußere Umstände ändern, sondern weil sich unser innerer Standpunkt verändert hat.
Oft richten wir den Blick reflexhaft nach außen, wenn wir von solchen planetarischen Konstellationen hören. Wir denken an neue Projekte, neue Beziehungen oder neue Lebensformen. Doch dieser Moment zielt tiefer. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben uns innerlich umgeformt. Alte Selbstbilder und innere Begrenzungen haben sich verschoben. Mit dieser Konjunktion wird dieser innere Wandel nicht nur erkannt, sondern verkörpert. Wir wachsen in eine neue Version unserer selbst hinein. Klarer. Mutiger. Wahrhaftiger. Und genau dadurch verändert sich unsere Lebensrealität.
Was zuvor nur als Idee existierte, als vage Vision oder abstrakter Wunsch, wird greifbar. Nicht, weil wir es erzwingen, sondern weil wir innerlich die Fähigkeit entwickelt haben, es geschehen zu lassen. Verkörperung wird zum Schlüssel. Dort, wo wir uns verändern, verändert sich das Feld, in dem wir leben. Möglichkeiten entstehen nicht, weil sie plötzlich da sind, sondern weil wir zu jemandem geworden sind, der sie überhaupt erst wahrnehmen und nutzen kann.
Dieser innere Umbruch kann sich in einem einzigen Moment verdichten oder sich über Wochen entfalten. Manchmal zeigt er sich darin, dass ein uraltes Muster bricht. Ein Muster, das uns seit frühester Zeit begleitet hat. Das unseren Handlungsspielraum begrenzt, unsere Entscheidungen geprägt und unsere Vorstellung davon, was möglich ist, unmerklich eingeengt hat. Wenn ein solches Muster sich löst, verändert sich nicht nur ein Detail, sondern die gesamte innere Landschaft.
Natürlich können sich parallel dazu auch äußere Veränderungen ergeben. Neue Chancen, neue Wege, neue Konstellationen im Leben. Doch der entscheidende Punkt liegt im Inneren. Wir sind zu der Person geworden, die ihre Ideale, Wünsche und Visionen nicht länger nur denkt, sondern leben kann. Nicht aus Kampf, sondern aus innerer Stärke heraus. Und genau darin liegt die eigentliche Kraft dieser Konstellation.