Die zuvor am 20. Februar stattgefundene Saturn–Neptun-Konjunktion erhält am 7. März durch Venus eine neue Aktivierung. Da sich dies im Widder vollzieht, beginnt eine Initiationsphase, die einen neuen Lebenszyklus eröffnet. Es handelt sich weniger um ein sofort sichtbares Ereignis als vielmehr um erste Vorboten einer Entwicklung, die sich in den kommenden Monaten konkretisieren wird. Oft zeigen sich jetzt leise Hinweise darauf, wohin sich der eigene Weg verlagern möchte.
Weil Venus Themen wie Beziehungen und materielle Werte berührt, kann sich diese Bewegung besonders über Begegnungen ausdrücken. Neue Verbindungen, Kooperationen oder auch finanzielle Perspektiven können sich vorbereiten und schließlich rund um den Neumond am 19. März greifbarer werden. Was zu diesem Zeitpunkt entsteht, trägt den Charakter eines Neubeginns, der nicht aus Zufall erwächst, sondern aus einer inneren Reifung hervorgegangen ist.
Doch nun lass uns einen noch tieferen Blick auf die Vollmondfinsternisse werfen, einen der größten Loslass-Momente von 2026. Sie steht in Verbindung mit Erlebnissen, Entscheidungen oder Erkenntnissen aus März und September 2025. Es lohnt sich daher, einen Blick zurück zu werfen, um den übergeordneten Entwicklungsbogen zu erkennen.
Gewissheit vs. Ungewissheit
Die Achse Jungfrau–Fische ist meine eigene Mondknotenachse und ich würde sagen, dass die Themen dieser Achse, gerade in der Entwicklungsrichtung weg von der Jungfrau hin zu den Fischen, eine prägende Rolle in meinem Leben spielen. Daher möchte ich dich an Reflexionen teilhaben lassen, die für diesen Vollmond sehr relevant sind.
Der Archetyp Jungfrau verachtet Unsicherheit. Deshalb dreht sich für ihn vieles darum, sie zu vermeiden, sie auszumerzen und ihr den Nährboden zu entziehen, ganz gleich wie. Er hat wirkungsvolle Mittel entwickelt, um Sicherheit und Kontrolle herzustellen. Die Fische hingegen lieben den Fluss des Lebens. Sie baden in Ungewissheit, weil sie wissen, dass ohnehin nichts sicher, dauerhaft oder vollständig steuerbar ist. Genau deshalb sind sie das Gegenzeichen der Jungfrau.
Bei dieser Vollmondfinsternis dürfen wir etwas Entscheidendes erkennen: Ungewissheit kann etwas Schönes sein. Vielleicht ist es an der Zeit, die Version von uns loszulassen, die permanent im Krieg mit dem eigenen Verstand ist. Wenn du nicht weißt, wie sich Dinge entwickeln, und das wissen wir letztlich nie, auch wenn wir es uns gern einreden, musst du dich davon nicht verunsichern lassen. Warum sich den Kopf über ein Ergebnis zerbrechen, das sich erst im Erleben formt? Man darf es auch einfach auf sich zukommen lassen. Und keine Sorge, diesen Text schreibt gerade keine KI, das bin wirklich ich, mit meinem Südknoten in der Jungfrau.
Ein Freund hat einmal etwas sehr Schönes zu mir gesagt: Ungewissheit und das Gefühl von Unsicherheit gehören zu den schönsten Erfahrungen überhaupt, weil sie wie eine leere Leinwand sind und damit voller Möglichkeiten. Wenn alles bereits sicher ist, steht das Bild schon fest. Man betrachtet es kurz und geht weiter.
Unsicherheit ist pure Kunst, pure Möglichkeit in jede erdenkliche Richtung. Licht und Dunkelheit erschaffen gemeinsam die Schattierungen, die sich zu einem Bild verweben. Während wir es betrachten, malen wir gleichzeitig daran weiter. Genau darin liegt die Lebendigkeit. Und aus dieser Lebendigkeit entsteht Kreativität und diese Kreativität ist es, die Melodien und Kunstwerke erschafft und genau mit dieser Kreativität erschaffen wir auch unser Leben.
Lass los, was in dir Enge erzeugt
Und nun zu einer weiteren spannenden Thematik rund um die Jungfrau-Schatten, oder anders formuliert: die Wachstumseinladung dieses Zeichens. Genau darum geht es bei einer Mondfinsternis am Südknoten. Das Stichwort lautet Irritation. Immer dann, wenn die Jungfrau etwas nicht kennt und es nicht prüfen oder kontrollieren kann, entsteht innere Unruhe. Häufig versucht sie sich dann über Analyse oder Skepsis zu schützen.
Doch Schutz bedeutet auch Abgrenzung. Wir errichten einen inneren Wall, der uns zwar Sicherheit verspricht, zugleich aber unsere Wahrnehmung einschränkt. Eine mögliche Erkenntnis dieses Vollmondes kann daher sein: Ich muss mich nicht permanent schützen. Denn der Schutzwall wirkt nicht nur nach außen, er trennt uns auch von der eigenen Lebendigkeit.
Eine interessante Frage lautet deshalb: In welchen Situationen und in welchen Beziehungen schützt du dich selbst, passt dich an, beobachtest erst oder hältst dich zurück, bis du dich sicher fühlst? Was würde geschehen, wenn du stattdessen einfach du selbst wärst? Wenn andere damit nicht umgehen können, sagt das mehr über sie aus als über deinen Wert.
Energiearbeit ist das Stichwort, aber ein bisschen anders als du vielleicht im ersten Moment denkst. Lass Energie die Arbeit machen. Wenn du aus vollem Herzen du selbst bist, löst das eine Welle der Authentizität aus, die unbeschreiblich viel Power hat und sowas von Magnetismus erzeugt.
Natürlich kann nicht jeder damit umgehen, aber das ist Teil des Prozesses. Und genau das meine ich mit Energiearbeit. Wenn Energie die Arbeit macht, heißt das, dass deine Energie, deine Resonanz, und damit die Frequenz, die du aussendest, dich in Kontakt mit Menschen bringt, die wirklich zu dir passen, und Verbindungen löst, die nur über Anpassung bestehen konnten.
Dimme dein Licht nicht für andere
Die Energie, die du ausstrahlst, nimmt also eine Auslese für dich vor, sie destilliert gewissermaßen. Genau deshalb darfst du deine Energie nicht herunterdimmen, nur um hineinzupassen, den Vorstellungen anderer zu genügen oder deinen eigenen Perfektionsansprüchen gerecht zu werden. Das schadet bzw. verwässert die Energiearbeit.
Die Finsternis am 3. März lädt dazu ein, den Reflex der Selbstkorrektur zu lockern und stattdessen Vertrauen in die eigene Präsenz zu entwickeln. Dort, wo du aufhörst, dich enger zu machen, entsteht Raum, in dem echte, authentische Begegnung überhaupt erst möglich wird.
Denn Authentizität ist wie das gleißendste Licht, das du dir vorstellen kannst. Wenn dieses Licht mit den Menschen um dich herum resoniert, wird es klar und stimmig zurückgespiegelt. Doch wenn du dein Licht dimmst, bleibt nur die leise Hoffnung, dass die Schatten deine Botschaft auf indirekte Weise weitertragen.
Schon kleine Momente echter Präsenz verändern die Atmosphäre eines Raumes. Menschen öffnen sich leichter, sie trauen sich eher, ebenfalls ganz sie selbst zu sein. Und diejenigen, die sich von diesem Licht geblendet fühlen, treten zurück oder verlassen den Raum. Aus dieser Perspektive ist das kein Verlust, sondern ein Hinweis. Warum solltest du Menschen um dich haben wollen, die dein Licht als störend empfinden.
Merkur der Vollmond-Herrscher ist rückläufig in den Fischen
Während der Vollmondfinsternis bewegt sich Merkur rückläufig durch die Fische und richtet den Blick nach innen. Gedanken werden weniger linear, dafür durchlässiger für Erinnerung, Gefühl und intuitive Zusammenhänge. Was lange diffus war, beginnt sich still zu ordnen, nicht durch Analyse, sondern durch Verstehen auf einer tieferen Ebene. Alte Eindrücke tauchen erneut auf, doch diesmal nicht, um dich festzuhalten, sondern um sich zu klären. Die Einsichten, die jetzt entstehen, wirken wie eine sanfte Aufarbeitung der Vergangenheit und lösen innere Bindungen, die bisher unbemerkt weiter gewirkt haben. Dadurch entsteht Raum für eine Gegenwart, die nicht mehr von alten Deutungsschablonen bestimmt wird.
Ein unvergleichlich starker Loslass-Moment ohne Drama
Vollmondfinsternisse markieren kraftvolle Momente des Loslassens, und im Zeichen Jungfrau geschieht dies oft über klare Erkenntnisse. Plötzlich wird sichtbar, wo Energie im Alltag versickert und wo Gewohnheiten, Verpflichtungen oder Gedankenschleifen keinen wirklichen Sinn mehr erfüllen. Die Jungfrau bringt dabei Nüchternheit und Pragmatismus ins Spiel. Nicht dramatisch, sondern sachlich entsteht die Einsicht: Das trägt nicht mehr zu meinem Leben bei. Genau daraus erwächst die Kraft, ruhig und bestimmt Grenzen zu ziehen und sich von dem zu verabschieden, was zwar lange selbstverständlich war, aber keine innere Stimmigkeit mehr besitzt. Ich habe mich gerade an die letzte Eclipse Season im September 2025 erinnert und erkannt, wie klar und einsichtig ich damals etwas losgelassen habe, das mir die ganze Welt bedeutet hatte. Sinnbildlich habe ich dank der pragmatischen Energie der Jungfrau eins und eins zusammengezählt und verstanden, dass das, wie ich es bisher gelebt, ertragen und gehandhabt habe, absolut keinen Sinn mehr ergab. Und dann? Dann habe ich es in vollkommener Einsicht und Klarheit losgelassen und auch wenn noch ein paar Prüfungen in diesem Kontext auf mich zukamen, habe ich mich immer an diesem Moment der Klarheit festgehalten und orientiert. Die Erkenntnis, die ich damals in der Eclipse Season gewonnen hatte, war mein Point of no Return.
Unser großer Start-Moment: Der Eintritt in das neue Astrojahr
Auch wenn im Moment bereits vieles auf Abschluss, Beendigung und Abschied ausgerichtet ist, schließt sich das große Lebenskapitel erst mit dem Neumond in den Fischen am 19. März. Dieser Neumond steht auf dem letzten Grad des letzten Zeichens und bildet den endgültigen Abschluss der Eclipse Season. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Moment des Loslassens nur einen Tag vor dem Eintritt in das neue Astrojahr am 20. März stattfindet.
Wir erleben also zunächst die Vollmondfinsternis als Closing Moment, danach einen letzten Closing Act mit dem Neumond in den Fischen am Vorabend des astrologischen Jahreswechsels und unmittelbar anschließend den kraftvollen Beginn eines neuen Zyklus. Mit diesem Startpunkt entfaltet sich auch die Energie des Feuerpferdes, die während der Eclipse Season noch gedämpft war.
Gerade weil dieser Übergang so einzigartig ist und alles auf echten Neubeginn ausgerichtet ist, biete ich am Abend des 19.03. um 20 Uhr eine New Years Celebration an, die für dich als PhiMa Member inklusive ist. Trag dir unser Date also schon einmal fett im Kalender ein.