Die Finsternis auf deiner eigenen Achse lädt dich ein zu erkennen: Es gibt Dinge, die sich nicht verstehen lassen. Es gibt Wahrheiten, die sich nur fühlen lassen. Es gibt Erfahrungen, die jenseits von Logik liegen. Lass los. Vertraue. Fließe.
Emotionale Vertiefung
In der ersten Jahreshälfte wandert Jupiter durch den Krebs und steht damit im Trigon zu deinem Zeichen. Diese Wasserenergie verstärkt deine Empathie, die emotionale Tiefe und die fürsorgliche Natur.
Jupiter im Krebs schenkt dir den Raum, dein emotionales Fundament zu stärken. Diese Monate sind ideal, um alte familiäre Muster zu heilen, emotionale Sicherheit aufzubauen und tiefe Verbindungen zu nähren. Das Trigon macht es dir leicht, in deine Gefühle einzutauchen, ohne darin unterzugehen.
Doch Jupiter expandiert auch das Bedürfnis nach Geborgenheit und die Angst vor Verletzung. Hier gilt es, wachsam zu bleiben. Wo ziehst du dich zu sehr zurück? Wo schützt du dich so sehr, dass du dich isolierst? Jupiter lädt dich ein, stark zu sein in deiner Weichheit.
Geistige Spannung
Am 26. April tritt Uranus in die Zwillinge ein und bildet damit ein Quadrat zu deinem Zeichen. Diese Luftenergie bringt Spannung zwischen deiner intuitiven, fließenden Natur und dem Ruf nach rationaler Klarheit.
Uranus in den Zwillingen fordert Präzision, Fakten und logisches Denken. Du bevorzugst das Gefühl, die Ahnung und das Ungefähre. Das Quadrat kann sich als innere Zerrissenheit zeigen: Einerseits spürst du etwas, andererseits kannst du es nicht erklären.
Doch genau darin liegt auch eine Einladung: Kannst du lernen, deine Intuition zu artikulieren? Kannst du deine Visionen in Worte fassen? Kannst du das Unsagbare sagbar machen? Uranus fordert dich heraus, eine Brücke zu bauen zwischen deiner inneren Welt und der äußeren Kommunikation.
Die Einladung: Lerne zu filtern. Nicht alles aufzunehmen, sondern bewusst auszuwählen und nicht mit allem zu verschmelzen, sondern klar zu bleiben in dem, was wirklich wichtig ist.
Erdung des Spirituellen
Ab dem 19. Juni tritt Chiron in den Stier ein und bildet damit ein Sextil zu deinem Zeichen. Diese Erdenergie lädt dich ein, deine spirituelle Natur mit körperlicher Präsenz zu verbinden.
Chiron im Stier ist für dich von besonderer Bedeutung, denn er berührt Wunden rund um Selbstwert, materielle Sicherheit und körperliche Verwurzelung. Für dich kann das bedeuten: Du erkennst, wo du dich wertlos fühlst, weil du nicht greifbar bist. Wo du dich unsicher fühlst, weil du keine festen Strukturen hast und wo du deinen Körper vernachlässigst, weil du so sehr in deiner inneren Welt lebst.
Das Sextil unterstützt dich darin, Heilung zu finden durch Erdung. Deinen Körper als Tempel wahrzunehmen. Deine materiellen Bedürfnisse ernst zu nehmen und als Teil deiner menschlichen Existenz zu betrachten. Deine Präsenz in der physischen Welt zu stärken, nicht als Verrat an deiner spirituellen Natur, sondern als ihre Vollendung.
Chiron zeigt dir: Wahre Spiritualität braucht einen geerdeten Körper. Echte Transzendenz setzt Verkörperung voraus. Du kannst nicht dauerhaft in höheren Sphären schweben, wenn du keine Wurzeln hast. Diese Phase lädt dich ein, deinen Körper als Anker zu nutzen.
Die Schatten der Auflösung
Bis Mitte September befindet sich Lilith im Schützen und bildet damit ein Quadrat zu deinem Zeichen. Diese Phase konfrontiert dich mit unbequemen Wahrheiten rund um deine Glaubenssysteme und Weltbilder. Lilith fragt: Flüchtest du in Spiritualität, anstatt dich der Realität zu stellen? Verwendest du deine Empathie als Ausrede, um keine Grenzen zu setzen?
Mitte September wechselt Lilith in den Steinbock und bildet damit ein harmonisches Sextil zu deinem Zeichen. Diese Erdenergie unterstützt dich darin, deiner Spiritualität Struktur zu geben. Nicht mehr nur zu träumen, sondern auch zu manifestieren. Nicht mehr nur zu fühlen, sondern auch zu handeln. Nicht mehr nur zu vertrauen, sondern auch Verantwortung zu übernehmen.
Zwischen Himmel und Erde
Du bist die Brücke zwischen den Welten. Zwischen Himmel und Erde, zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Deine Aufgabe ist es nicht, dich für eine Seite zu entscheiden, sondern beide zu verbinden.
2026 fordert dich auf, diese Brücke stabiler zu bauen. Neptun im Widder schenkt dir den Mut, deine Visionen zu leben. Der Nordknoten in den Fischen zeigt dir, welche Qualitäten gereift werden wollen. Chiron lädt dich ein, dich zu erden. Und durch all das hindurch zieht sich ein roter Faden: Die Einladung zur Verkörperung.
Wahre Spiritualität ist nicht Weltflucht. Echtes Mitgefühl ist nicht Selbstaufgabe. Wirkliches Vertrauen ist nicht Naivität. Du darfst lernen, dass Erdung deine Spiritualität nicht mindert, sondern vertieft. Dass Grenzen deine Empathie nicht einschränken, sondern schützen und dass Klarheit deine Intuition nicht trübt, sondern verfeinert.
Du bist nicht nur Traum, sondern auch Träumer. Nicht nur Vision, sondern auch Visionär. Nicht nur Gefühl, sondern auch der Mensch, der fühlt. 2026 lädt dich ein, beide Seiten zu ehren: die himmlische und die irdische, die spirituelle und die körperliche, die fließende und die geformte.
Deine Affirmation: Ich bin geerdet in meiner Spiritualität und verkörpere meine Träume in dieser Welt.