Jupiter im Löwen
Ende Juni wechselt Jupiter in den Löwen. Während Jupiter im Krebs dich eingeladen hat, nach innen zu gehen, fordert Jupiter im Löwen dich nun auf, nach außen zu gehen. Deine Gefühle wollen nicht nur gefühlt werden, sie wollen ausgedrückt werden. Deine Kreativität will nicht nur existieren, sie will auch gelebt werden.
Die Energie von Jupiter im Löwen unterstützt dich darin, deine emotionale Tiefe in kreativen Ausdruck zu verwandeln. Vielleicht entdeckst du neue Formen, deine Gefühle zu teilen. Durch Kunst, durch Schreiben, durch Musik, durch jede Form von Kreativität, die dein Herz zum Leuchten bringt.
Diese Phase schenkt dir den Mut, sichtbar zu werden. Nicht nur die fürsorgliche, nährende Seite zu zeigen, sondern auch die leuchtende, strahlende. Nicht nur im Hintergrund zu wirken, sondern auch einmal im Mittelpunkt zu stehen. Jupiter im Löwen erinnert dich daran, dass Selbstausdruck keine Selbstsucht ist.
Der Tanz der Polaritäten
In der ersten Jahreshälfte befinden sich die Mondknoten noch auf der Fische-Jungfrau-Achse. Der Nordknoten in den Fischen lädt dich ein, Kontrolle loszulassen und mehr zu vertrauen. Als Krebs, der oft versucht, durch Fürsorge zu kontrollieren, ist das eine wichtige Lektion.
Der Südknoten in der Jungfrau zeigt alte Muster von Perfektionismus, Überanalyse und dem Bedürfnis, alles richtig zu machen. Vielleicht kennst du das Gefühl, nie genug zu tun für andere. Immer noch mehr geben zu müssen. Der Südknoten fordert dich auf, diese Muster loszulassen.
Die Einladung: Vertraue darauf, dass du genug bist. Dass deine Fürsorge genug ist. Dass du geliebt wirst, nicht wegen dem, was du tust, sondern wegen dem, wer du bist.
Am 27. Juli wechseln die Mondknoten auf die Wassermann-Löwe-Achse. Der Nordknoten im Wassermann lädt dich ein, deine persönlichen Gefühle in einen größeren Kontext einzubetten. Es geht nicht mehr nur um dein individuelles emotionales Wohlbefinden, sondern auch darum, wie du zu einem kollektiven emotionalen Heilungsprozess beitragen kannst.
Rebellion gegen Pflicht
Mitte September tritt Lilith in den Steinbock ein und bildet damit eine Opposition zu deinem Zeichen. Diese Konstellation aktiviert ein Spannungsfeld zwischen deinem Bedürfnis nach emotionaler Nähe und dem Druck, zu funktionieren, Leistung zu erbringen und gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen.
Lilith im Steinbock konfrontiert dich mit verdrängter Wut über Pflichten und Rollen. Vielleicht spürst du in diesen Monaten deutlicher, wie oft du deine eigenen Bedürfnisse zurückgestellt hast, um anderen gerecht zu werden. Wie oft du funktioniert hast, obwohl du dich eigentlich zurückziehen wolltest.
Diese Opposition lädt dich ein, diese Wut nicht länger zu unterdrücken. Sie ist berechtigt. Sie zeigt dir, wo deine Grenzen verletzt wurden. Lilith fordert dich auf, diese Muster zu durchbrechen. Das bedeutet nicht, dass du hart oder kalt werden musst. Es bedeutet, dass du lernen darfst, für dich selbst einzustehen. Dass du Nein sagen darfst, ohne dich schuldig zu fühlen.
Der Supervollmond im Dezember
Am 24. Dezember ereignet sich der einzige Supervollmond in 2026 und das in deinem Zeichen. Dieser Vollmond ist der emotionalste des ganzen Jahres. Er bringt alles an die Oberfläche, was mit emotionaler Wahrheit zu tun hat. Das Bedürfnis nach Geborgenheit. Die Frage nach Zugehörigkeit. Alte familiäre Muster. Emotionale Abhängigkeiten und Schutzmechanismen.
Nach einem Jahr voller Aktivierung, Klarheit und dem Aufruf zur Eigenverantwortung wirkt dieser Vollmond wie eine Rückführung ins Innere. Er fragt nicht mehr nach Wirkung, sondern nach innerem Wohlbefinden und Halt. Er erinnert dich daran, dass alle äußere Aktivität nur dann nachhaltig ist, wenn sie auf einem stabilen emotionalen Fundament ruht.
Dieser Vollmond lädt dich ein, innezuhalten. Nicht zu funktionieren, sondern zu fühlen. Nicht zu leisten, sondern zu sein. Er schenkt dir die Erlaubnis, verletzlich zu sein, dich zu zeigen mit all deinen Bedürfnissen und Sehnsüchten.
Gleichzeitig kann dieser Vollmond auch schmerzhaft sein. Er zeigt dir, wo du dich einsam fühlst. Wo du dir Nähe wünschst, die nicht da ist. Wo du Geborgenheit suchst, die du im Außen nicht findest. Doch genau darin liegt auch die Einladung: Diese Geborgenheit zuerst in dir selbst zu erschaffen.
Zwischen Weichheit und Stärke
Stell dir eine Welle vor. Sie ist weich, fließend und anpassungsfähig. Doch sie trägt in sich eine unglaubliche Kraft. Sie kann Felsen formen, Küsten verändern, ganze Landschaften gestalten. Nicht durch Härte, sondern durch beständige, sanfte Bewegung.
2026 lädt dich ein, wie diese Welle zu sein. Weich zu bleiben und trotzdem kraftvoll zu wirken. Verletzlich zu sein und trotzdem standhaft. Zu fühlen und trotzdem zu handeln. Die Widder-Energie fordert dich auf, aus deiner Komfortzone herauszutreten. Lilith zeigt dir, wo du Grenzen setzen darfst. Und der Supervollmond im Dezember führt dich zurück zu deiner emotionalen Wahrheit.
Du musst nicht hart werden, um in dieser Welt zu bestehen. Du darfst weich bleiben. Doch du darfst auch lernen, dass Weichheit nicht Schwäche bedeutet. Dass Fühlen nicht Hilflosigkeit bedeutet. Und dass Fürsorge für andere erst dann nachhaltig ist, wenn sie auf Fürsorge für dich selbst gründet.
Deine Affirmation: Ich bin die Quelle meiner eigenen Geborgenheit und darf mich selbst halten.