Das chinesische Neujahr
Wenn Energie langsam wieder in Bewegung kommt
Der chinesische Kalender folgt einer lunisolaren Rhythmik. Er verbindet die Zyklen des Mondes mit der Bewegung der Sonne und beschreibt Zeit als lebendigen Prozess. Das chinesische Neujahr beginnt nicht mit dem ersten Neumond des gregorianischen Jahres, sondern mit jenem Neumond, der den Übergang aus der tiefen Yin Phase des Winters markiert. Deshalb fällt dieser Jahresbeginn meist auf Ende Januar oder Mitte Februar.
Im Jahr 2026 beginnt das chinesische Neujahr am 17. Februar. An diesem Tag wechseln wir vom Jahr der Schlange in das Jahr des Pferdes.
Die Schlange steht für innere Wandlung, Verdichtung und stilles Reifen. Sie wirkt nach innen gerichtet und schenkt tiefes Verstehen. Viele Prozesse entfalten sich in dieser Zeit unter der Oberfläche, leise, aber nachhaltig.
Mit dem Pferd verändert sich die Bewegung der Energie. Es bringt Dynamik, Freiheitsdrang und den Wunsch, das nach außen zu tragen, was zuvor innerlich gereift ist. Impulse wollen ausprobiert, Wege beschritten und Erfahrungen gemacht werden.
Dieser Jahresbeginn markiert oft jenen Moment, in dem sich im Inneren erstmals wieder Bewegung zeigt. Entscheidungen fühlen sich leichter an, Energie kommt ins Fließen und der Körper beginnt sanft zu erwachen.
Das astrologische Neujahr
Der eigentliche Beginn des Lebenszyklus
Am 20. März tritt die Sonne in den Widder ein. Aus astrologischer Sicht beginnt damit ein vollständig neuer Zyklus. Der Tierkreis setzt erneut am Ursprung an. Dieser Moment fällt mit der Tag und Nacht Gleiche zusammen. Licht und Dunkelheit begegnen sich auf Augenhöhe, bevor das Licht wieder spürbar zunimmt. In der Natur zeigt sich nun sichtbar neues Leben. Wachstum wird greifbar, Bewegung wird selbstverständlich.