Die Wassermann-Energie: Der Einsiedler im Turm hält an Freiheit fest
Wie stark hältst du an deiner Unabhängigkeit fest, sodass sie dadurch alles andere als frei ist und du dich mit deinen eigenen Zügeln fest im Griff hast?
Vielleicht fühlt sich Nähe für dich schnell nach Einengung an und du ziehst dich zurück, bevor jemand dir zu nahe kommt.
Womöglich hast du so sehr Angst vor dem Verlust deiner Freiheit, vor Überanpassung und Abhängigkeit, dass du so manches Mal ins komplette Gegenteil abdriftest.
Mein Handlungs-Tipp: Überleg dir, wo du dich zurückziehst, wenn es eigentlich um Nähe ginge und mach dort einen bewussten Schritt in die Verbindung.
Sei es, eine Einladung anzunehmen, ein ehrliches Wort zu sagen oder um Hilfe zu bitten. Beobachte, ob du dabei wirklich Freiheit verlierst oder nur Kontrolle.
Bleib außerdem bei einem Gespräch, das dir vielleicht unangenehm nahe geht, einen Atemzug länger, bevor du das Thema wechselst.
Zwei Prüfungen und die Rückkehr
Wende an, was du von den 4 Wächtern des fixen Kreuzes lernen durftest.
Ende Oktober, die erste Prüfung
Rund um den 26. Oktober begegnet dir mit dem Vollmond im Stier dein Schatzhüter in voller Kraft und fragt dich bis in die Tiefen, wie es nun um dein Verhältnis zu Sicherheit und Kontrolle steht. Was sich dir bei diesem Vollmond zeigt, musst du jedoch im Anschluss nicht sofort bereinigen, es darf erst einmal sichtbar werden. Frage dich bei allem, was aufkommt: Halte ich das aus Liebe oder aus Angst fest?
Suche dir das aus, bei dem die Antwort „Angst" lautet und lockere den Griff noch in derselben Woche ein kleines Stück, mit einem konkreten Schritt.
Frage dich am Abend jeden Tages rund um den Vollmond: Wo war ich heute verkrampft und was hätte ich lockerer lassen können?
Mitte November, die zweite Prüfung
Die alte Bühne …
Zwischen dem 12. und 16. November treffen Jupiter und Mars im Löwen auf den Südknoten. Es kann sein, dass vertraute Muster von Stolz und Bestätigung dich zurück auf die alte Bühne locken wollen.
Ganz nach dem Motto: Ich will glänzen, gefallen, mich beweisen, dass ich es kann.
Das Tückische daran ist, dass sich die alte Rolle in diesen Tagen richtig gut anfühlen kann, wie ein vertrauter Mantel. Was du tun kannst ist, dass du dich jedes Mal, bevor du dich ins Rampenlicht bringst oder in eine Situation, die es erfordert, folgendes kurz fragst. Tue ich das, weil es mir entspricht oder weil ich es gewohnt bin, dafür gesehen zu werden? Merkst du, dass du in das alte Muster rutschst, ist das kein Rückschritt, sondern die Gelegenheit, es zum ersten Mal bewusst anders zu machen.
Die Rückkehr
Das Elixier deiner Heilung
Mit dem Trigon von Mars und Chiron am 19. November kehrst du zurück zu dir und du hast die Chance, etwas ganz sanft heilen zu lassen. Was du bisher schmerzhaft festgehalten hast, darf weich werden, weil du nicht mehr aus Angst festhalten musst. Das ist das Elixier deiner Reise durch die Energien der Scorpio Season. Dein Elixier zeigt sich dir im ehrlichen Loslassen und dass du dafür keine Maske des Starkseins brauchst, sondern nur die Bereitschaft für deine tiefste Verletzlichkeit und Aufrichtigkeit dir selbst gegenüber einzustehen. Das ist die Befreiung aus den Anhaftungen des fixen Kreuzes. Du bist durch die Spannungen hindurchgegangen, hast sie dir angeschaut und deine Handlungen geshiftet, jetzt stehst du freier da, als du hineingegangen bist.
Trage abschließend nochmal alles zusammen. Schreibe auf einen Zettel, was du aus Angst festgehalten hast und jetzt gehen lassen möchtest. Danke ihm dafür, dass es dich geschützt hat, und verbrenne oder zerreiß den Zettel bewusst. Schreibe dann einen Satz auf, was du stattdessen wählst, zum Beispiel: „Ich wähle Vertrauen statt Kontrolle“. Tue an diesem Tag etwas, das nicht deinen alten Mustern entspricht. Nutze zwischendurch gerne auch unsere Season-Meditation „Das Kreuz der Anhaftung“, um in dieser Season immer wieder zu spüren, was du hältst und was du öffnen darfst.
Diese Reise durch die Scorpio Season trägt nur eine Botschaft in sich…
„Was du aus Liebe hältst, macht dich weit und was du aus Angst hältst, macht dich eng.“
Das fixe Kreuz zeigt dir, woran du festhältst und befreit dich, wenn du es erkennst. Eine offene Hand kann nicht nur loslassen, sie kann auch empfangen, während eine geschlossene Faust zwar festhält, aber nichts Neues tragen kann. Teile gerne in den Kommentaren, woran du nun aufhörst, aus Angst festzuhalten.